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Infos: Wasser

Wasser ist Grundlage allen Lebens! Erst recht für Kois, deren Element das Wasser ist! Dies vorausgeschickt versteht es sich von selbst, dass das Wohlergehen von Kois in allererster Linie von der Wasserqualität abhängt und so waren es wohl Koi-Liebhaber, die den Spruch geprägt haben: "Wenn man sich ums Wasser kümmert, kümmern sich die Fische um sich selber."

Nun ist die Wasserqualität nicht mit bloßem Auge zu erkennen! Klares, "sauberes" Wasser ist nämlich absolut kein Indiz für eine gute und mooriges braunes oder veralgtes grünes Wasser kein Beweis für eine schlechte Wasserqualität. Diese Zuordnung hat eher etwas mit unserem Schönheitsempfinden zu tun als mit der Qualität von Wasser. Das Wasser kann kristallklar und trotzdem tödlich sein.

Es gibt nämlich viele Faktoren, die Einfluss auf die Wasserqualität haben und die zudem untereinander in Wechselwirkung stehen. All diese sind nicht zu sehen, sondern nur zu messen, wie z.B. die Wassertemperatur, der Sauerstoff-Gehalt, Stickstoff, die Alkalinität des Wassers, der pH-Wert, die Wasserhärte, stickstoffhaltige Abbauprodukte etc.

Die Wassertemperatur, die ja in erster Linie von den Wetterbedingungen abhängig ist, hat maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit und auch auf die Kondition der Kois. So haben die Kois z.B. größeren Appetit, wenn das Wasser wärmer ist, wachsen entsprechend schneller und haben mehr Nachkommen als in kälterem Wasser. Allerdings erzeugen sie bei beschleunigtem Wachstum auch mehr Abbauprodukte im Teichwasser und Schadstoffe werden zunehmend giftig (Ammoniak - Nitrit). Hingegen hemmt kälteres Wasser die Aktivität der Kois und vermindert den Appetit.

Die Temperatur des Wassers hat auch Auswirkung auf die Löslichkeit des Sauerstoffs und der Sauerstoffgehalt des Wassers wiederum auf die Anzahl der Kois, die man in einem Teich halten kann. Algen und Bakterien haben ebenfalls Einfluss auf den Sauerstoffgehalt. Das Algenwachstum kann durch Phosphate, also praktisch die Stoffwechselendprodukte von Kois, bei größerer Besatzdichte sehr befördert werden.

Der pH-Wert, der sich in Folge von Temperatur- und Witterungseinflüssen im Laufe von 24 Stunden stetig verändert, weist auf den Gehalt an Säuren und Basen hin und Änderungen des pH-Wertes können gravierende Auswirkungen auf die Fische haben. Die Wasserhärte richtet sich nach der Konzentration von Calcium- und Magnesiumsalzen, wobei weiches Wasser eher sauer reagiert und hartes eher alkalisch. Die Alkalinität des Wassers, also der Gehalt an alkalischen Verbindungen, verhindert dabei größere Schwankungen des pH-Wertes.

Dieser kurze Abriss zeigt bereits, wie komplex die Zusammenhänge sind, und auch, dass es gar nicht so einfach ist, eine gute Wasserqualität - und damit eine gute Gesundheit der Kois - zu gewährleisten.