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Infos: Gesundheit

Kois gelten als extrem robuste Fische, die selten krank werden. Dass man trotzdem von Koi-Krankheiten hört, ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass sie bei guter Pflege durchaus 70 Jahre alt werden können - und in einer so langen Lebensspanne naturgemäß manchmal Krankheiten auftreten.

Wie beim Menschen ist auch bei Kois ein funktionierendes Immunsystem stark von der physischen und psychischen Verfassung abhängig. Deshalb ist es sehr wichtig, für eine der Teichgröße angemessene Besatzdichte, Stressvermeidung, optimale Wasserwerte und eine hochwertige, ausgewogene Ernährung zu sorgen. Darüber hinaus sollten die Fische stets gut beobachtet werden, um ungewöhnliches Verhalten schnell zu erkennen.

Werden Auffälligkeiten deutlich, so sollte als erste Maßnahme umgehend die Wasserqualität überprüft werden. Sinkt z.B. der Sauerstoffgehalt des Wassers, werden Kois lethargisch und nehmen auch keine Nahrung mehr zu sich; werden die Werte kritisch, schnappen die Fische an der Wasseroberfläche nach Luft. Hier muss schnell gehandelt und für zusätzliche Belüftung gesorgt werden.

Sind die Ammoniak- und / oder Nitritkonzentrationen zu hoch, geraten die Tiere in starken Stress, das empfindliche Kiemengewebe wird beschädigt und Bakterien bekommen Zugang zu weichem Gewebe. Oft kommt es hier zu infektiösen Folgeerkrankungen. Die Zahl der auffälligen Tiere wird bei schlechter Wasserqualität rapide ansteigen, was als Indikator dienen kann.

Schlechte Wasserbedingungen können auch zu "Pilzinfektionen", also Infektionen mit parasitären Algen führen, die ein schmutzigbraunes Fadengeflecht bilden, das selbst die Augen bedeckt und bis in das Muskelgewebe hinabreicht. Oft werden Kois befallen, deren Immunsystem infolge einer Verletzung oder durch Umwelteinflüsse bereits geschwächt ist.

Auch das Auftreten von Parasiten hängt von der Besatzdichte und der Teichhygiene ab, wobei es vollkommen normal ist, dass Kois eine begrenzte Anzahl an Parasiten beherbergen. Ein Zuviel davon ist jedoch ausgesprochen schädlich, denn Parasiten schädigen die Haut der Kois so sehr, dass sich ganze Partien ablösen können, wobei Sekundärinfektionen natürlich begünstigt werden. Die meisten Parasiten sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, sondern nur mittels eines Schleimabstriches unter dem Mikroskop zu identifizieren.

Auch bakterielle Infektionen der Fische sind häufig in Zusammenhang mit der Teichhygiene zu sehen, wobei allerdings bemerkt werden muss, dass jeder Teich sowohl nützliche als auch schädliche Bakterien beherbergt. Oftmals werden nur einzelne, geschwächte Fische Opfer von Bakterieninfektionen. Symptome dafür sind offene Wunden und eine starke Geschwürbildung. Eile ist hier geboten!

Virenerkrankungen sind bei Kois sehr selten. Manchmal treten sogenannte Karpfen-Pocken auf, die von einem Herpes-Virus hervorgerufen werden. Sie schädigen die Kois nicht und es gibt auch keine Behandlung hierfür. Oftmals verschwinden die kleinen Knötchen nach einiger Zeit von selbst.

In Falle einer Erkrankung ist schnelles und professionelles Handeln wichtig. Der verantwortungsbewusste Koi-Liebhaber wird sich in einem solchen Fall umgehend mit einem erfahrenen Koi-Tierarzt in Verbindung setzen!