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Infos: Filtertechnik

Übersicht über einige Filtermodelle

Wer sich an einer größeren Anzahl aktiver, gesunder Kois in seinem Gartenteich erfreuen möchte, wird um die Installation eines leistungsfähigen Filtersystems nicht herumkommen, denn ohne den Einsatz von Technik kann sich das Wasser bei höherer Besatzdichte nicht regenerieren.

In der Natur befindet sich das Wasser in einem ewigen Kreislauf. Dafür, dass das Wasser an der Oberfläche verdunstet sorgen Sonne und Wind, es bilden sich Wolken und der Niederschlag kehrt auf die Erde zurück. Kies- und Sandschichten im Boden filtern das Wasser, der Schmutz bleibt hängen, dafür werden Stoffe wie z.B. Eisen und Kalk aufgenommen. Auf einer undurchlässigen Lehm- oder Tonschicht wird das Wasser zunächst gespeichert und fließt dann langsam unterirdisch ab.

Ein gemauerter oder ein Folienteich nimmt zwar auch Regenwasser auf, eine Filterung relativ hoher Einträge stickstoffhaltiger Abbauprodukte im Bodensubstrat ist jedoch auf natürlichem Wege nicht gegeben und ein eigenständiges unterirdisches Abfließen des Teichwassers wäre kaum erwünscht ...

Wie alle Lebewesen wandeln auch Kois ihre Nahrung in Kot und Urin um - und dies relativ schnell, da sie keinen Magen besitzen, sondern die Speiseröhre unmittelbar in den Darm übergeht. Diese Abbauprodukte sind der Ursprung hochgiftiger Substanzen - vor allem Ammoniak und Nitrit - die sich im Teichwasser auflösen. Da, wie oben beschrieben, eine natürliche Filterung in einem künstlich angelegten Teich nicht stattfinden kann, würden die Fische ohne den Einsatz von Filtertechnik innerhalb kürzester Zeit in ihren eigenen Exkrementen schwimmen.

Die Auswahl des richtigen Filtersystems ist somit wohl die wichtigste Entscheidung, die bei der Planung eines Teiches zu treffen ist. Mittels dieser Technik wird praktisch ein Ökosystem imitiert, in dem die Filterbakterien von den Stoffwechselprodukten der Kois abhängig sind und im Gegenzug die Fische vom Schadstoffabbau der Bakterien. Sowohl Fische als auch Bakterien könnten ohne einander nicht überleben. Es ist versteht sich von selbst, dass sich die Leistung des Filtersystems nach Teichgröße und Fischbesatz richten müssen.

Das Wasser wird dem Filter in der Regel mittels Pumpe zugeführt, wobei eine hochwertige und zuverlässige Pumpe von großer Wichtigkeit ist, muss sie doch im Dauerbetrieb an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden pro Tag funktonieren. Und sie muss in der Lage sein, die gesamte Wassermenge des Teiches innerhalb von zwei Stunden umzuwälzen, denn nur dadurch wird eine genügende Filterleistung und eine gesunde Bakterienflora gewährleistet.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Außen- oder Tauchpumpen, es gibt Vorfilter, Fließbettfilter, Pflanzenfilter, Rieselfilter, Stahlsiebfilter, Siebfilter, zylindrische mechanische Filter, Patronenfilter und Sanddruckfilter (um einige zu nennen), es gibt unterschiedliche Filtermedien in diesen Filtern, wie z.B. poröses keramisches Material, Bürsten, Filterschaumstoffe. UV-Wasserklärer, Eiweiß-Abschäumer, Ausströmersteine und Luftpumpen können eingesetzt werden. Filtertechnik ist ein weites Feld, dem man sich bei der Planung eines Koi-Teiches gar nicht lange genug widmen kann.