Infos: Algen
Algen sind natürlich und kommen in jedem Teich vor.
Ein Zuviel an Algen ist im Normalfall weder für die Fische noch für die Pflanzen nachteilig. In der Regel stört es nur das ästhetische Empfinden des Menschen. Deshalb nachstehend einige Hinweise, was man gegen ein Zuviel an Algen tun kann.
Auf die spezielle Problematik der teilweise giftigen Schwarz- oder Braunalgen soll hier nicht eingegangen werden.
Algen können aus dem Teich nicht einfach entfernt werden, denn sie erfüllen in dem natürlichen Kreislauf des Teichbiotops eine wichtige Aufgabe: Sie binden Schadstoffe.
Hauptsächliche Ursachen für ein Zuviel an Algen sind folgende Elemente:
- Der Teich bekommt zuviel Sonne (Abhilfe: Schattenspender installieren).
- Die UV-Lampe ist zu klein oder defekt (Abhilfe: größere UV-Lampe installieren oder bei vorhandener UV-Lampe neues Leuchtmittel einbauen / Leuchtmittel hält in der Regel nur eine Saison).
- Die Umwälzleistung der Filteranlage ist zu gering (pro Stunde sollte das halbe Teichvolumen umgewälzt werden; wenn dies nicht der Fall ist, sollte die Filteranlage erweitert bzw. erneuert werden).
- Der Phosphatgehalt ist zu hoch (dies passiert in der Regel nur, wenn mehrere Jahre kein Wasserwechsel durchgeführt wurde oder Brunnenwasser mit hohem Phosphatgehalt eingebracht wurde).
Wenn diese Dinge alle überprüft und in Ordnung sind und die Algen trotzdem noch den Teich verunschönen, dann kann - wenn es sich nicht gerade um die Frühjahrs-Algenblütezeit handelt - mit einem biologischen Algenmittel in das Teichbiotop eingegriffen werden. Die Vorgehensweise ist hier folgende:
- Zuerst müssen die vorhandenen Algen soweit wie möglich entfernt werden, damit diese nicht noch Schadstoffe freigeben, wenn sie mit dem Teichmittel eliminiert werden.
- Einbringung des biologischen Teichmittels nach vorgegebener Dosierung: bei Fadenalgen den Osaga-Fadenalgenvernichter, bei Schwebealgen und grünem Wasser den Osaga-Algendoktor.
- Nach ca. 2 - 4 Wochen kräftigen Wasserwechsel vornehmen (ca. 1/3 bis 1/2 des Teichwassers).
- Nach der Zugabe des Algenmittels und der Wirkung desselben sollte sowohl der Ammonium- als auch der Nitritgehalt des Wassers regelmäßig überwacht werden. Zeigen die Fische auffällige Verhaltensweisen, wie Futterunlust, Trägheit, zuviel Liegen am Boden sind sofort die vorgenannten Werte zu messen und ggf. ein Teil-Wasserwechsel durchzuführen.
Wenn diese Reihenfolge nicht befolgt wird, dann hat das in der Regel zur Konsequenz, dass durch die Algenmittel noch vorhandene Algen absterben, ihre gesammelten Schadstoffe freigeben und durch ihre Zersetzung zusätzliche Schadstoffe produzieren. Dies führt dann sehr oft zu einer extremen Belastung des Wassers und damit der Fische und in Folge davon zu Fischkrankheiten.